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Loikum von A bis Z

Alte Siedlung

In den 60er Jahren wurde am linken Ufer des Flüsschens Issel zwischen „Möllenweg“ und der Straße „An der Koplak“ die alte Siedlung errichtet. Hier haben damals überwiegend junge Familien aus Loikum gebaut, die auch die Tradition der „Nachbarschaft“ übernommen haben.

Altersstruktur

Ein Blick auf die Altersstruktur zeigt, dass Loikum keineswegs ein „vergreisendes“ Dorf ist. Hier die Bevölkerunsstruktur der 794 Einwohner:
0-18 Jahre männlich: 79 weiblich: 61 ; 18-65 Jahre männlich: 255 weiblich: 243
über 65 Jahre männlich: 74 weiblich: 82

(Zahlen vom 31.12.2015)

Antoniusbrunnen

Der heilige Antonius („Antonius, der Abt“, 250 – 356 n.Ch.) ist der Pfarrpatron von Loikum. Der Antoniusbrunnen steht zwischen der Kirche und dem Pfarrheim. Die Figur des Heiligen ist von dem Dingdener Künstler Heinz Hölker aus einem tonnenschweren Eifeler Lavablock gehauen worden. Der Brunnen wurde 1986 im Rahmen eines Pfarrfestes auf dem damals neu gestalteten Kirchplatz (Fördermittelprogramm des Landes NRW „Dorferneuerung“) eingeweiht.

Arbeitsplätze

Loikum ist ein von der Landwirtschaft geprägter Raum, und daher ist es verständlich, dass die landwirtschaftlichen Betriebe die Hauptarbeitgeber sind. Auf der relativ kleinen Fläche von rund 11 km² gibt es in Loikum noch 22 landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe, darunter ein Gartenbaubetrieb, und 10 Nebenerwerbsbetriebe. Diese bieten 48 Personen Beschäftigung.

In den 8 Gewerbebetrieben von Loikum arbeiten zurzeit 33 Personen.

Im Dienstleistungsbereich gibt es 17 und im Gastronomiebereich 11 Beschäftigte.

Bauernmarkt

Seit Juni 2001 findet freitags nachmittags in Loikum der „Bauernmarkt“ mit dem „Landfrauencafé“  statt, der im Rahmen der „Lokalen Agenda 21“ zur Unterstützung der Direktvermarktung regionaler landwirtschaftlicher Produkte eingerichtet wurde. Die Dorfgemeinschaft unterstützt den Bauernmarkt mit Aktionen der verschiedenen Gruppen und Vereine.

(siehe Startseite)

Bildungsangebote

Die Gruppen und Vereine bieten in lockerer Folge Möglichkeiten an, sich in verschiedenen Bereichen zu informieren und weiterzubilden.

Blasorchester

Das heutige Blasorchester geht auf die Loikumer Blaskapelle von 1957 zurück. Treibende Kräfte dieser Blaskapelle waren Mitglieder des Kirchenchores, allen voran Bernhard Bongert. Innerhalb kürzester Zeit waren die 14 Bläser der ersten Stunde in der Lage, bei privaten und kirchlichen Festen den musikalischen Rahmen zu gestalten.

Nachfolger der Loikumer Blaskapelle wurde 1974 das von Josef Schlebes gegründete „Jugendblasorchester“, das seit 1998 den Namen „Loikumer Blasorchester e.V.“ trägt und das das Lebenswerk des Gründers darstellt. Für diese Leistung wurde dem bis Anfang 2000 amtierenden Musikalischen Leiter das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Sein Sohn Andreas hat den Dirigentenstab übernommen und leitet jetzt 100 Musikanten. 43 davon sind Kinder und Jugendliche, die auch vereinsintern ausgebildet werden. Neben vielen gelegentlichen und regelmäßigen Verpflichtungen in den Nachbarorten gibt es jährlich wiederkehrende Auftritte in Loikum: beim Schützenfest, bei der Fronleichnamsprozession, beim Martinszug, bei der eigenen Weihnachtsfeier, zu der auch die 142 fördernden Mitglieder eingeladen sind, und bei der Mitgestaltung des Hochamtes an Weihnachten und Ostern.

Höhepunkte im Dorf waren das 25jährige Jubiläum 1999, das am Vorabend des Schützenfestes im vollbesetzten Zelt mit einem Festkonzert begangen wurde, und das 40jährige Jubiläum 2014, bei dem das Orchester ein „Open-Air-Konzert“ auf dem Kindergartenplatz gab. Weitere Höhepunkte sind die Konzertreisen in verschiedene europäische Länder.

Bücherei

1992 wurde die schon länger bestehende „Katholische Öffentliche Bücherei“ neu aktiviert. Die Bücherei wird von einem Team von neun Frauen betreut. Neben Buchausstellungen und Leseevents für Kinder bereichert der ständig vergrößerte Bestand an Büchern und elektronischen Medien das Angebot der Bücherei.

Bürgerbus

Die Idee zum Bürgerbus entstand 2003 in der Zukunftswerkstatt der Dorfgemeinschaft Loikum. Ein erstes Gespräch mit Vertretern der Hamminkelner Stadtverwaltung hat am 21.05.2003 stattgefunden. Am 26. November 2003 wurde – gemeinsam mit Wertherbruch – der Bürgerbusverein Loikum – Wertherbruch e. V. gegründet und am 29. März 2005 startete der Bürgerbus-Linienverkehr zwischen Hamminkeln, Dingden, Loikum und Wertherbruch nach Bocholt .

(siehe Startseite)

Bürgerhalle

Am 18. Februar 1990 konnten die Loikumerinnen und Loikumer nach mehr als dreijähriger Bauzeit und nach insgesamt ca. 12.000 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden die erweiterte und neu gestaltete Bürgerhalle einweihen.

Die Bürgerhalle ist inzwischen zu dem Ort für Versammlungen und Feste in Loikum geworden. Hier finden alle größeren Veranstaltungen der Loikumer Gruppen und Vereine statt, von der Adventsfeier der Frauengemeinschaft gemeinsam mit den Landfrauen bis zum Seniorenkaffee und von der Generalversammlung der Schützenbruderschaft bis zum Dorfkarneval. Die Bürgerhalle ist zum Zentrum des Gemeinschafts- und Zusammenlebens von Alt- und Neubürgern und Menschen aller Altersstufen geworden. Seit 2014 wird die Bürgerhalle, gemeinsam mit dem Jugendkeller, in Eigenregie vom „Trägerverein Bürgerhalle / Jugendkeller e. V.“ verwaltet, dem 108 Loikumer Mitglieder angehören.

Die Bürgerhalle ist mit großer Leinwand, Beamer, Mikrofonanlage, Rednerpult und WLAN auch für Tagungen ausgerüstet.

(siehe auch Startseite)

Buswartehäuschen

Aus Begeisterung über den Erfolg beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ im Jahr 1993 (Teilnahme am Bundeswettbewerb) hat der ehemalige Loikumer Alois Büning ein Buswartehäuschen für die Schulkinder gestiftet. Während der Dorfaktionen in 2003 und 2014 wurde das Wartehäuschen von der Landjugend unter sachkundiger Leitung neu gestrichen.

Direktvermarktung

Zwei Bauernhöfe in Loikum vermarkten ihre Produkte direkt: Auf dem Hof Stenkamp im Beerenhuk steht seit 2014 die „Milchtankstelle“, bei der man zu jeder Zeit Frischmilch kaufen kann, und auf dem Hof Lux am Feldmannsweg werden seit 2013 im „Eierhäuschen“ Bio-Eier angeboten. Saisonal bedingt gibt es auch Äpfel, Walnüsse und Kartoffeln.

Dorfgemeinschaft

(siehe Startseite)

Dorfkarneval

Seit 1991 feiert die Dorfgemeinschaft jedes Jahr Karneval in der Bürgerhalle. Am fast vierstündigen Programm sind auf und hinter der Bühne etwa 80 Närrinnen und Narren aus den verschiedensten Gruppen und Vereinen beteiligt. Die Darbietungen reichen von Liedbeiträgen über Sketche und Büttenreden bis zum obligatorischen Männerballett. Der Dorfkarneval erfreut sich mittlerweile so großer Beliebtheit, dass zwei Veranstaltungen durchgeführt werden.

Dinge, wie z.B. Bühne, Kostüme oder Lautsprecheranlage, die vom Karnevalskomitee für die Sitzungen angeschafft wurden, können von Loikumer Gruppen und Vereinen ausgeliehen werden.

Dorfplatz

Im Rahmen des Dorf- und Kinderschützenfestes wurde am 10. September 2000 der neu gestaltete Dorfplatz in Anwesenheit von Vertretern der Stadt Hamminkeln und der Sponsoren offiziell eingeweiht.

Die bis dahin überwiegend als Parkplatz genutzte Fläche ist nach Plänen ortsansässiger Fachleute von Handwerkern und Helfern aus dem Dorf zu einem kleinen Kommunikationsbereich mit zwei Sitzbänken, einem Kinderspielgerät und einem Informationsschaukasten umgewandelt worden. Das geschah unter Berücksichtigung von Umweltschutzgedanken: Es wurden rund 65 m² Pflasterfläche entsiegelt, so dass die Versickerung von Oberflächenwasser möglich ist. Die Begrünung mit Bäumen, Sträuchern und Gräsern ist standortgerecht.

Diese Gemeinschaftsaktion stellt einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität im Dorf dar.

Der neu gestaltete Dorfplatz lädt Loikumer Bürgerinnen und Bürger und auswärtige Gäste zum Ausruhen und Verweilen ein.

Dorfwettbewerb – „Unser Dorf soll schöner werden“ und "Unser Dorf hat Zukunft"

Seit 1989 hat Loikum am Dorfwettbewerb teilgenommen. Hier die Ergebnisse

Kreisebene

Landesebene

Bundesebene

1989: 9. Platz und Sonderpreis

 

 

1991: 4. Platz

 

 

1993: Goldmedaille

1993: Goldmedaille

1993: Bronzemedaille

1994: außer Konkurrenz, Sonderpreis

 

 

1999: Silbermedaille

 

 

2002: Goldmedaille

2003: Silbermedaille

 

2008: Silbermedaille

 

 

2014: Goldmedaille

2015: Goldmedaille

 

Ehrenmal

Im Rahmen des Schützenfestes 1998 wurde das von der Dorfgemeinschaft neu gestaltete Ehrenmal eingeweiht. Das alte Ehrenmal ist 1929 als Gedenkstätte für die Gefallenen des I. Weltkrieges errichtet und Anfang der 50er Jahre durch zwei Gedenktafeln für die Opfer des II. Weltkrieges erweitert worden. Die das Ehrenmal umgebende Mauer wies starke Schäden auf, und die Bepflanzung mit Fichten, Eiben und Rhododendron machte einen dunklen und trostlosen Eindruck. Die Pläne für die baulichen Veränderungen und die neue Bepflanzung haben der Architekt Theo Büning und der Landschaftsplaner Ludger Niermann aus Loikum kostenlos erstellt.

Die anfallenden Arbeiten wurden von Mitgliedern der Schützenbruderschaft ausgeführt, die Pflege der Grünanlagen haben die Nachbarn übernommen.

Energiebilanz

Loikum weist eine positive Energiebilanz auf: Es wird mehr Strom durch Photovoltaikanlagen und Biogasanlagen erzeugt als von Betrieben und Haushalten unseres Dorfes verbraucht wird.

(Stromerzeugung: 5.600.000 kWh/Jahr – Stromverbrauch: 4.500.000 kWh/Jahr)

Eine weitere zukunftsweisende Besonderheit sind drei effektive Nahwärme - Verbundsysteme.

Entsiegelung

Seit den Wettbewerben 1993 ist die Dorfgemeinschaft Loikum bemüht, immer da, wo es möglich und sinnvoll ist, Flächen zu entsiegeln. Die erste Maßnahme dazu war die Anlage der beiden Rosenbeete am Sportplatz. Hierdurch wurde gleichzeitig der Einmündungsbereich „An der Koplak“ in die Antoniusstraße gegliedert. Mit der Umgestaltung des Dorfplatzes 2000, der Anlage von Fahrbahnteilern 1999 und 2002 und der Neugestaltung des Kirchplatzes im Mai 2003 sind weitere Pflasterflächen aufgenommen, entsiegelt und mit standortgerechten Bäumen, Sträuchern, Stauden und Gräsern begrünt worden. Damit ist der Dorfgemeinschaft Loikum ein wichtiger Beitrag gelungen, mehr Grün ins Dorf zu bringen.

Erntedankumzug

Seit Mitte der 60er Jahre findet alle zwei Jahre am ersten Sonntag im Oktober ein großer Erntedankumzug statt. Die Nachbarschaften, das Blasorchester Loikum und die Landjugend schmücken dazu Trecker und Erntewagen mit den Früchten des Feldes und fahren in einem fröhlichen Korso durch das Dorf und die Umgebung.

Fahnenschwenker

Die Fahnenschwenkergruppe gehört zur St. Antonius - Schützenbruderschaft und wurde 1960 neu gegründet. Zurzeit pflegen 16 aktive Fahnenschwenker in der Schüler-, Jugend- und Seniorengruppe das traditionelle Fahnenschwenken der niederrheinischen Art. In diesem ursprünglich religiös geprägten Brauchtum wird die Fesselung und Entfesselung des hl. Sebastian symbolisch dargestellt. Die Darbietungen der Fahnenschwenker sind fester Bestandteil des Loikumer Schützenfestes.

Die Fahnenschwenkergruppen nehmen regelmäßig am Pokalschwenken des Altkreises Rees und an den Wettbewerben im Kreis Kleve und im Altkreis Moers teil. Zwei passive Mitglieder aus Loikum fungieren bei diesen Wettbewerben als Schiedsrichter. In allen drei Altersklassen haben die Loikumer schon viele Siege und Pokale errungen.

Fahrbahnteiler

Im April 1999 richtete die Dorfgemeinschaft mit Unterstützung der Stadt Hamminkeln an der südlichen Ortseinfahrt L 896 – Antoniusstraße einen Fahrbahnteiler ein. Die vorhandene Fahrbahnmarkierung aus weißer Farbe war durch Abnutzung und Verwitterung kaum noch zu erkennen. Als Folge davon ereigneten sich in den vergangenen Jahren mehrere Unfälle mit zum Teil erheblichen Personenschäden. Durch den neuen Fahrbahnteiler ist die Verkehrssicherheit erhöht und ein Beitrag zum ortsgerechten Straßenverkehr geleistet worden.

Im Mai 2002 wurde auf Anregung der Dorfgemeinschaft Loikum der Einmündungsbereich Wüsterweg/Antoniusstraße durch einen Fahrbahnteiler und ein Beet klarer gegliedert. Dabei hat die Dorfgemeinschaft Loikum die Bepflanzung übernommen. Die Pflege ist – wie bei einem weiteren Fahrbahnteiler auch – durch „Patenschaften“ von Loikumerinnen und Loikumern gewährleistet.

Fahrradunterstand

Den alten Fahrradunterstand auf dem Kindergartenplatz haben Mitglieder der Dorfgemeinschaft Loikum 1993 mit Mitteln der Stadt Hamminkeln zu einem Mehrzweckraum umgebaut, der vielfältig genutzt wird: als Lagerraum für Kindergartenspielzeug bzw. Ausstattungsgegenstände für Feste in der Bürgerhalle, als Glühwein-Verkaufsraum beim Martinszug oder als „Speiseraum“ beim Schützenfest und bei den Pflanz- und Pflegeaktionen. In 2003 und 2014 wurde der Fahrradunterstand von der Landjugend neu gestrichen.

Frauengemeinschaft (kfd)

Die „Katholische Frauengemeinschaft Loikum“ besteht seit 1903; damals trug sie noch den Namen „Mütterverein“. Zurzeit gehören der Frauengemeinschaft rund 160 Mitglieder an. Ihr Motto: „bunt, kreativ, vielfältig“ bietet Raum für verschiedenste Aktivitäten: Neben der Gestaltung von Gottesdiensten im Verlauf des Kirchenjahres und von Einkehrtagen organisiert die Frauengemeinschaft zusammen mit den katholischen und evangelischen Nachbarpfarrgemeinden aus Wertherbruch und Werth den Weltgebetstag der Frauen und mit Wertherbruch zusammen den Herbstmarkt in Loikum oder Wertherbruch. Außer sportlichen Veranstaltungen gibt es Bildungsangebote oder einfach Unterhaltung. Regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen sind: ein besonderer Seniorennachmittag und der „Second-Hand-Kleidermarkt“ für Kinder- und Jugendkleidung im Frühjahr und Herbst.

Ziele der Arbeit sind: Stärkung des Miteinander von Jung und Alt, Eingliederung zugezogener Familien und Förderung des ökumenischen Gedankens.

Freiwillige Feuerwehr

Die Löschgruppe Loikum wurde 1935 gegründet. Ihr gehören zurzeit neben dem Löschgruppenführer 27 Aktive, zwei Jungfeuerwehrleute und drei Alterskameraden an. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen in den Bereichen „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“. Daneben spielen regelmäßige Übungen, überörtliche Leistungsnachweise und die Teilnahme an nationalen und internationalen Feuerwehrläufen eine große Rolle. Welche Bedeutung die Stadt Hamminkeln der Freiwilligen Feuerwehr Loikum beimisst, zeigt die Tatsache, dass ihr am 09.06.2002 ein neues Löschfahrzeug (LF 8/6) feierlich durch den Bürgermeister übergeben wurde. Im Jahr 2006 wurde das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut. Die Pflege des Gebäudes und der Außenanlagen ist für die Mitglieder der Löschgruppe Loikum Ehrensache.

Friedhofshalle

Eigenverantwortung und bürgerschaftliches Engagement haben in Loikum Tradition. Als im Zuge der Flurbereinigung das Friedhofsgelände erweitert wurde, reifte in Loikum der Plan, eine Leichenhalle zu bauen, denn bis dahin wurden die Toten zu Hause aufgebahrt. Träger dieser Gemeinschaftsarbeit war ein Leichenhallen-Bauausschuss, in dem Vertreter des Gemeinderates, des Kirchenvorstandes, der örtlichen Gruppen und Vereine und sachkundige Bürger zusammenwirkten. Die Arbeit der ortsansässigen Handwerker wurde in Feierabendstunden, an Samstagen und an Urlaubstagen durch freiwillige Helfer unterstützt, die Hand- und Spanndienste leisteten. Im Sommer 1974 konnte die mit großer Eigenleistung erstellte Friedhofshalle eingeweiht werden. Sie ist dem hl. Josef, dem Schutzpatron der Sterbenden, gewidmet.

Friedhofsvorplatz

In den Jahren 2004 und 2005 wurden im Bereich vor dem Friedhof einige grundlegende Maßnahmen durchgeführt: Die „Müllkippe“ wurde entfernt und durch einen Container und eine Abfallgrube ersetzt, der Zuweg zum Friedhof wurde in direkter Richtung auf das Friedhofskreuz verlegt und als Allee mit Hainbuchenheistern gestaltet, der ungepflegte Busch wurde gerodet, sodass die große Eiche jetzt deutlich als Solitär steht. Die Flächen rechts und links vom Weg zum Friedhof sind parkähnlich angelegt. Es gibt Überlegungen, die Wiese in eine  Wildblumenwiese umzuändern. Die Einfassung des Friedhofs mit einer Ligusterhecke wurde durch ein modernes Friedhofstor vervollständigt.

Fronleichnamsprozession

Bei den alljährlichen Fronleichnamsprozessionen werden die Altäre an der Friedhofshalle, an der Mühle, am Kreuz hinter dem Sportplatz und vor dem Kindergarten von vier Nachbarschaften aufgebaut und festlich geschmückt. Weitere Nachbarschaften schmücken den Prozessionsweg mit Blumen, Tannenkränzen und Fahnen.

Geschichte

Die Ursprünge von Loikum reichen möglicherweise bis in die fränkische Zeit des 9. und 10. Jahr-hunderts zurück. Diese Vermutung lässt sich durch die Deutung des Ortsnamens stützen. Die Silbe „Loik“ ist wahrscheinlich eine Kurzform von „Chlodwig“ oder „Ludwig“, und so hießen einige Frankenkönige. Die Silbe „um“ bedeutet „Heim“, und daher kann Loikum mit „Ludwigsheim“ übersetzt werden.

Kirchlich gehörte die Bauerschaft Loikum bis ins 16. Jh. zur katholischen Mutterpfarrkirche St. Cyriakus in Hamminkeln (heute evangelische Kirche). In einer Urkunde von 1541 wird erstmalig die Existenz einer Kapelle in Loikum erwähnt. In derselben Urkunde ist auch die Abtrennung Loikums von der Hamminkelner Mutterpfarrkirche belegt. Seitdem gilt Loikum als eigenständige Pfarrei. Hintergrund für die Trennung waren Auswirkungen der Reformation: Die Mutterpfarre Hamminkeln folgte geschlossen der Lehre Martin Luthers, während die „Filiale“ Loikum dem katholischen Glauben treu blieb.

Hecken

Durch Maßnahmen der Flurbereinigung zu Beginn der 70er Jahre wurde die Kulturlandschaft hauptsächlich unter Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit umgestaltet. Dabei sind viele Hecken aus dem Landschaftsbild verschwunden. In Loikum sind Gott sei Dank einige Hecken erhalten ge¬blieben. – So steht beim Landwirt Karl Fundermann mit rund 300 m die wohl längste Weißdornhecke am Niederrhein. Die Hofanlage von Willi Stenkamp ist z. T. von Hecken umgeben, und auf dem Gelände des Landwirts Heinrich Bovenkerk wächst eine ökologisch wertvolle Wallhecke. Im Dorfkern gibt es Hecken am Sport- und Spielplatz, am Feuerwehrgerätehaus, am Kindergarten und rund um den Friedhof. Bei den Pflanzaktionen der Dorfgemeinschaft Loikum sind neben Hochstämmen auch viele Sträucher (Schlehen, Wildrosen u. a.) angepflanzt worden, um neue Lebensräume für Kleintiere, Vögel und Insekten zu schaffen und um Biotope untereinander zu vernetzen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Kreis Wesel hat Familie Unland-Schlebes eine neue Hecke angepflanzt. Seit März 2000 wachsen dort auf einer Länge von 340 m landschaftsgerechte Bäume und Sträucher in vier Reihen nebeneinander. Weitere Hecken wachsen am Gelände des Bauunternehmers Boland an der Antoniusstraße, am Kuhstall des Bauernhofes Stenkamp und zwischen dem Kindergartengelände und dem angrenzenden Acker.

Herbstmarkt

Auf Anregung der Katholischen Frauengemeinschaft Loikum und in Zusammenarbeit mit der evangelischen Frauenhilfe aus Wertherbruch ist im Oktober 1997 unter reger Beteiligung der Dorfgemeinschaft der erste Herbstmarkt in Loikum mit großem Erfolg durchgeführt worden. Seitdem findet er jährlich abwechselnd in Loikum und Wertherbruch statt.

An zahlreichen Ständen werden selbst gefertigte Handarbeiten, Kunsthandwerk und Produkte aus der Region sowie Speisen und Getränke angeboten.

Durch diese „ökumenische“ Gemeinschaftsaktion ist das Ortsteil übergreifende Zusammenleben mit dem Nachbardorf Wertherbruch weiter gefördert worden.

Hilfsaktionen

Eine-Welt-Gruppe

Die Eine-Welt-Gruppe ist 1992 von Jugendlichen der Pfarrgemeinde St. Antonius Loikum ge-gründet worden. Ziele dabei waren, Bewusstsein für den „Fairen Handel“ mit den Ländern der „Dritten Welt“ zu schaffen und mit dem Verkaufserlös von Transfair-Produkten (z.B. Kaffee, Kakao, Quinua, kunsthandwerkliche Produkte) die „Hogares Providencia“ in Queretàro / Mexiko zu unterstützen. Dieses Projekt, das Heime für Straßenkinder baut und unterhält, wurde von dem aus Rhede gebürtigen Priester Frederico Kloetgen betreut. Die Gruppe ist nicht mehr aktiv, das Projekt in Mexiko wird aber weiterhin finanziell unterstützt.

Kinder-Karneval im Rott

Dass man im Karneval Spaß haben und gleichzeitig für andere etwas Gutes tun kann, beweisen seit 1978 die Kinder, die in der Loikumer Gemarkung „Im Rott“ wohnen. Jedes Jahr ziehen sie lustig verkleidet zu allen Bauernhöfen und Häusern in ihrer Nachbarschaft und bitten um eine Spende für die Aktion Mensch. Neben den Süßigkeiten, die sie behalten dürfen, sammeln sie weiter Geld für bedürftige Menschen.

Sternsinger

Seit 1986 ziehen Messdienerinnen und Messdiener und andere Kinder aus der Pfarrgemeinde zum Fest der Heiligen Drei Könige als Sternsinger zu allen Häusern und Wohnungen in Loikum und zu den Angehörigen der Pfarrgemeinde St. Antonius, die in Wertherbruch wohnen. Sie sprechen einen Segensspruch und sammeln für Not leidende Kinder in den Missionsgebieten.

Strickgruppe

Seit 1987 treffen sich alle drei Wochen ca. 20 Frauen der mittleren und älteren Generation im Pfarrheim, um Decken für leprakranke Kinder in Afrika und Asien zu stricken. Die aus Res¬ten der Textilindustrie aufbereitete Wolle wird auf diese Weise sinnvoll verwertet. An den Stricknachmittagen werden soziale Kontakte zwischen den Frauen gepflegt, und außerdem wird den Leprakranken geholfen. Diese Hilfsaktion geschieht in enger Kooperation mit einer Strickgruppe im benachbarten Mussum.

Infrastruktur

Die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs war bis zur Geschäftsaufgabe im Jahr 1998 durch einen Laden mit supermarktähnlichem Angebot gewährleistet. Danach konnten sich die Loikumerinnen und Loikumer mit Lebensmitteln nur noch einmal wöchentlich an einem Verkaufswagen eines Dingdener Direktvermarkters versorgen. Seit 2001 findet jeweils freitags auf dem Dorfplatz der „Niederrheinische Bauernmarkt“ statt, auf dem u. a. Obst, Gemüse, Fleisch, Geflügel, Käse und Fisch angeboten wird. Donnerstags bietet ein „Bäckereiwagen“ Brot und Gebäck zum Verkauf an.

In dem Gartenbaubetrieb kann man neben floristischen Spitzenprodukten auch Gartenpflanzen kaufen. Außerdem gibt es in Loikum ein Elektrogeschäft.

In den zwei Loikumer Gaststätten können einheimische und auswärtige Gäste und Gesellschaften nach vorheriger Anmeldung bei leistungsgerechten Preisen sehr gut essen.

Die Trinkwasserversorgung Loikums erfolgt über den Wasserverband Wittenhorst und in den Außenbereichen über Einzelbrunnen. Bei der Abwasserbeseitigung ist Loikum über eine Druckrohrlei¬tung mit der Zentralkläranlage in Hamminkeln verbunden.

Die Abfallentsorgung geschieht in getrennten Verfahren: Wertstoffe werden im gelben Sack gesammelt, Papier und Pappe in der blauen Tonne und Altglas in Containern. Kompostierbare Abfälle werden überwiegend in Kompostern in den privaten Gärten entsorgt; Grünschnittsammlungen der Stadt Hamminkeln finden 12 mal im Jahr statt. Der Restmüll landet in der grauen Tonne. Das in Hamminkeln seit einigen Jahren durchgeführte Wiegesystem hat zu einem bewussten Verhalten der Bürgerinnen und Bürger bei der Müllvermeidung und der Müllentsorgung geführt.

Die Verkehrsanbindung Loikums ist für den Individualverkehr mit dem PKW ideal: Der Autobahn-anschluss an die A3 ist nur ca. 3 km vom Ortskern entfernt. Im öffentlichen Nahverkehr gibt es allerdings nur zwei Buslinien, und zwar Wesel – Wertherbruch und Bocholt – Rees. Die Fahrpläne beider Linien sind dem Schulbusbetrieb angepasst. Seit 2005 fährt der Bürgerbus von Montag bis Samstag im Zwei-Stunden-Takt von Hamminkeln über Dingden, Loikum und Wertherbruch nach Bocholt. In Zeiten, in denen kein Bürgerbus fährt, kann ein Anrufsammeltaxi bei einer halbstündigen Voranmeldung in Anspruch genommen werden.

Integration

In der alten Siedlung haben überwiegend Loikumerinnen und Loikumer gebaut, in der neuen Siedlung haben Zugezogene aus verschiedenen Städten des Ruhrgebiets ihre Eigenheime errichtet.

Durch die Aktivitäten der Gruppen und Vereine und durch die Aktivitäten der Dorfgemeinschaft Loikum sind die Neubürger/innen voll ins Dorfleben integriert. Integrierende Funktion hat auch die kath. Kirchengemeinde St. Antonius.

Jugendkeller

Mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses bot sich die Gelegenheit, einen Keller unter dem Gerätehaus zu bauen. Mit finanzieller Hilfe des Landes NRW und des Kreises Wesel und mit ganz viel Eigenleistung ist hier der Jugendkeller entstanden, der sowohl für die freie Jugendarbeit als auch durch das Blasorchester genutzt wird. Außerdem finden hier die Versammlungen der Dorfgemeinschaft Loikum statt. Mitglieder des Trägervereins Bürgerhalle / Jugendkeller e. V. können – gegen Gebühr – den Jugendkeller für private Veranstaltungen mieten.

(siehe auch Startseite)

„Kiek es rinn“ – offene Gärten

Angeregt durch Beispiele am Niederrhein und im Münsterland organisiert die „Rheinische Landfrauenvereinigung Loikum-Töven-Mehrhoog“ seit Juni 2002 in Loikum, Töven oder Mehrhoog einen „Tag des offenen Gartens“. Die Landfrauen öffnen im Rahmen dieser Aktion sehr unterschiedlich gestaltete Gärten für Besucher aus Loikum und der Umgebung.

Kiesabgrabung

Seit 1999 ist die Dorfgemeinschaft Loikum mit der interessierten Kiesfirma im Gespräch. Am 07. Juni 2000 führte sie eine Informationsveranstaltung zum geplanten Kiesabbau in Loikum in der Bürgerhalle durch.

An diesem Abend haben sich rund 150 Interessierte aus Loikum, Lankern, Mussum und Dingden von den Experten des Kreises Wesel, der Stadt Hamminkeln und vom Juniorchef der Betreiberfirma über die geplanten Maßnahmen informieren lassen. Dabei wurde der Interessenkonflikt zwischen dem Unternehmen (unternehmerische Nutzung des Bodenschatzes Kies, Sicherung von Arbeitsplätzen) und den Bürgerinnen und Bürgern (Erhaltung der Lebensqualität, Vermeidung nachhaltiger Schäden) offen angesprochen. Die Dorfgemeinschaft Loikum steht wegen dieser Fragen in ständigem Kontakt mit der Betreiberfirma, der Stadt Hamminkeln und dem Kreis Wesel.

Nach mehreren Gesprächen mit den Verantwortlichen des Kreises Wesel regte die Dorfgemeinschaft im September 2001 bei der Stadt Hamminkeln an, die Anlage eines Rundwanderweges um die geplante Auskiesungsfläche westlich der B 473 in Loikum und den Erhalt des Waldes „Achterster Busch“ durch die Schaffung von „Ortsrecht“ zu sichern.

Der Rat der Stadt Hamminkeln folgte dieser Anregung in seiner Sitzung am 07.11.2001 mit dem Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans.

Auf Antrag der Dorfgemeinschaft Loikum sollen die Belange des Dorfes auch in den zu erstellenden Landschaftsplan aufgenommen werden.

Kindergarten

Den Kindergarten St. Antonius gibt es seit 1971. Im ehemaligen Schulgebäude werden 75 Kinder aus Loikum und Wertherbruch in drei Gruppen betreut.

Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit sind: die Familien ergänzende Erziehung und die Eingliederung von Migranten- und Asylantenkindern. Besonderer Wert wird in der Vorschulerziehung auf die Spracherziehung und die Erziehung zur Selbstständigkeit gelegt.

Um das Zusammenleben von Jung und Alt schon von frühester Kindheit an zu fördern, beteiligt sich der Kindergarten an der Gestaltung von Familiengottesdiensten, der Adventsfeier von Frauengemeinschaft und Landfrauen, an Seniorennachmittagen und von Anfang an am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.

Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen der Erziehungsarbeit haben Eltern, Erzieherinnen und freiwillige Helferinnen und Helfer aus der Dorfgemeinschaft Loikum und aus Wertherbruch das Kindergartenumfeld verbessert und gepflegt: Die Kindergartenwiese wurde völlig umgestaltet und mit kindgerechten Spiel- und Sportgeräten ausgestattet.

Um Kindern in der „Dritten Welt“ zu helfen, für die der Kindergarten- und Schulbesuch nicht selbstverständlich ist, beteiligt sich der Kindergarten mit Elternhilfe am Herbstmarkt und verkauft selbst gefertigte Spielwaren, Marmeladen und anderes. Mit diesem Erlös und dem Gewinn vom Glühweinverkauf am Martinstag unterstützt der Kindergarten, zusammen mit der Grundschule in Wertherbruch, seit 1995 das Projekt „Monika’s Kindergarten & Elementary School“ in Nigeria, das von der Schwester einer Loikumerin gegründet wurde.

Kindergarten-Garten

Auf Anregung der Dorfgemeinschaft Loikum wurde vor dem Kindergartengebäude ein kleiner Garten angelegt, in dem die Kindergartenkinder Erdbeeren, Salat, Kartoffeln, Tomaten, Bohnen und andere Gemüse anbauen und ernten. In den Gruppenküchen bereiten sie daraus dann leckere Gerichte zu, und mit den Blumen, die sie selbst ziehen, schmücken sie ihre Gruppenräume.

Kirchenchor

Der Kirchenchor St. Antonius Loikum wurde 1877 gegründet und konnte am 21.04.2002 sein 125¬jähriges Jubiläum feiern. Die Hauptaufgabe sehen die zurzeit 31 Sängerinnen und Sänger in der Mitgestaltung der Liturgie und in der Pflege der Kirchenmusik. Außerdem beteiligt sich der Kirchenchor an ökumenischen Andachten, vor allem mit dem evangelischen Kirchenchor Dingden-Ringenberg.

Zur Verschönerung des Dorfes und zur Attraktivitätssteigerung des Bauernmarktes stellt der Kirchenchor seit Advent 2001 einen großen Tannenbaum auf dem Dorfplatz auf. Diese Aktion hat bei den Loikumerinnen und Loikumern und auch bei den Gästen großen Anklang gefunden.

Kirchplatz

Im Mai 2003 wurden in einer großen Gemeinschaftsaktion (ca. 40 freiwillige Helferinnen und Helfer) vorbereitende Arbeiten für die Neugestaltung des Kirchplatzes geleistet.

Die Pläne für die Neugestaltung des Kirchplatzes sind von Mitgliedern der Dorfgemeinschaft Loikum erstellt worden. Zwei neue Wege ermöglichen jetzt einen freien Zugang zum Kirchenportal und zum Pastorat. Durch die neuen Beete, die mit Kugelahorn und Liguster von der Dorfgemeinschaft bepflanzt wurden, wird einerseits der Kirchplatz zur Straße hin begrenzt und andererseits die Straßenführung deutlicher betont. Seit 2014 erinnert eine Metallplatte auf dem Kirchplatz daran, dass früher hier der Friedhof war.

Kopfweiden

Seit dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ 1989 sind im Dorf entlang der Issel und im Dorfumfeld rund 100 Kopfweiden gepflanzt worden. Darüber hinaus stehen an mehreren Gräben und Gewässern im Außenbereich von Loikum ältere Kopfweiden.

Die Feuerwehr, die Schützenbruderschaft sowie Privatpersonen haben den Kopfweidenschnitt übernommen. Diese landschaftspflegerische Aufgabe ist ein Schwerpunkt der freiwillig geleisteten Arbeiten im Herbst und Winter.

Landfrauen

Die „Rheinische Landfrauenvereinigung Loikum-Töven-Mehrhoog“, wie die Landfrauen mit ihrem vollständigen Namen heißen, wurde 1974 gegründet. Ihr gehören heute über 200 Bäuerinnen und Nichtbäuerinnen an. Schwerpunkte der Arbeit der Landfrauenvereinigung sind die Pflege der dörflichen Kultur, die Interessenvertretung der Frauen im ländlichen Raum und die Information und Weiterbildung in beruflichen, häuslichen und familiären Fragen. Dabei geben die Landfrauen in Vorträgen und Seminaren ihr eigenes Wissen und Können weiter, z.B. zu Themen wie: Ernährung und Gesundheit, Rückenschule, Brot backen, Computer im landwirtschaftlichen Betrieb, Einkommenskombinationen. Die Landfrauen kümmern sich um die Verbesserung der Verhältnisse im ländlichen Raum im Rahmen der „Lokalen Agenda 21“.

Überörtliches Aufsehen erregt der „Country-Woman-Master’s-Cup“, der in unregelmäßigen Abständen auf dem Sportplatz veranstaltet wird und bei dem sich Landfrauen aus allen Ortsteilen der Stadt Hamminkeln in lustigen Wettspielen (z.B. Teebeutel-Weitwurf) messen können.

Seit fünf Jahren unterstützen die Landfrauen die „Kinderkrebshilfe“ in Essen.

Im Rahmen der Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Chmielno sind die Landfrauen der Verein, der bisher die meisten Begegnungen organisiert und durchgeführt hat.

Landjugend

Seit 1959 besteht die katholische Landjugendbewegung (KLJB) Loikum. Ihr gehören zurzeit 52 Jugendliche und junge Erwachsene an. Unter dem Motto „Arbeit von Jugendlichen für Jugendliche“ finden Aktivitäten in verschiedenen Bereichen statt: Sport-, Spiele- und Videoabende, gemeinsames Kochen und Essen, Gestaltung religiöser „Frühschichten“ vor Weihnachten und Ostern, Fahrten und Radtouren. Die KLJB sieht ihre Hauptaufgabe in der Mitgestaltung des Lebens in der Pfarrgemeinde und im Dorf. Sie nimmt am Erntedankumzug mit einem eigenen Wagen teil und macht bei den Pflanz- und Pflegeaktionen und beim Dorfkarneval aktiv mit.

Landschaftsplan

Am 30. Juni 1997 veranstaltete die Dorfgemeinschaft auf Einladung der St. Antonius - Schützen-bruderschaft einen Informationsabend zum Thema „Landschaftsplan 2000“. In der vollbesetzten Bürgerhalle beantworteten Experten des Kreises Wesel, der Stadt Hamminkeln, des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes, der Landwirtschaftskammer Rheinland und des Wasser- und Bodenverbandes Mittlere Issel Fragen der interessierten Loikumer Bürgerinnen und Bürger.

Am 04.07.2001 nahmen Mitglieder der Dorfgemeinschaft Loikum am „Runden Tisch Landschaftsplanung“ im Kreishaus Wesel teil. Bei den nachfolgenden Veranstaltungen war die Dorfgemeinschaft Loikum ebenfalls vertreten.

Martinszug

Organisatorischer und emotionaler Höhepunkt im „Kindergartenjahr“ ist der Loikumer Martinszug, der zusammen mit der Grundschule Wertherbruch durchgeführt wird und der alljährlich viele Familien mit ihren Kindern aus den umliegenden Nachbarorten und sogar aus Wesel und Bocholt anlockt. Die Anziehungskraft ist so groß, dass jedes Jahr ca. 500  Martinstüten ausgegeben werden, was auf eine Teilnahme von mehr als 1000 Personen schließen lässt. Begleitet von drei Musikgruppen, führt der Martinszug an den festlich geschmückten Häusern und Vorgärten der alten und neuen Siedlung vorbei zurück zum Kindergartenplatz. Hier wird die Geschichte vom heiligen Martin und dem armen Bettler wirklichkeitsnah nachgespielt, die Kinder erhalten ihre Martinstüten, und die Erwachsenen lassen den Abend bei Glühwein oder alkoholfreiem Punsch ausklingen.

Mehrgenerationenhaushalte

In Loikum leben noch in mehr als 30 Haushalten zwei, drei und sogar vier Generation unter einem Dach. Dadurch ist das Miteinander von Jung und Alt schon im Alltag gegeben.

Messdienergruppe

Neben dem Dienst am Altar wollen die Messdienerinnen und Messdiener durch gemeinsames Tun das Verantwortungsgefühl wecken und die Zusammengehörigkeit stärken.

Um hilfsbedürftigen Kindern in der „Dritten Welt“ zu helfen, beteiligen sich die Messdienerinnen und Messdiener an der „Adveniat-Aktion“, indem sie in der Adventszeit nach den Gottesdiensten die Loikumerinnen und Loikumer ins Pfarrheim einladen, wo sie selbstgebackene Plätzchen, Kaffee und Glühwein verkaufen und Spenden erbitten.

Motto

Im Zuge der Wettbewerbe des Jahres 1993 auf Kreis-, Landes- und Bundesebene gab sich die Dorfgemeinschaft Loikum ein Motto, mit dem alle Loikumerinnen und Loikumer zur Mitarbeit und zum bürgerschaftlichen Engagement aufgerufen wurden. Es lautet: „Keiner kann alles, niemand kann nichts und gemeinsam schaffen wir viel!“ Dieses Motto ist seitdem Ansporn und Impuls, Gemeinschaftsaufgaben eigenverantwortlich zu lösen, und bietet zusammen mit dem Logo „Loikum hat Zukunft“ für alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit der Identifikation.

Mühle

Die Loikumer Mühle ist eine Kappenwindmühle und wurde 1856 aus rund 500.000 Feldbrandsteinen erbaut. 1940 entstand der Anbau als Lager für den Landhandel. Ein Jahr später wurden die Flügel durch Blitzeinschlag vernichtet. Die 30 Zentner schweren Mühlsteine wurden nun von einem Benzin-, später von einem Elektromotor angetrieben. Seit 1984 steht das Mahlwerk still.

Die Mühle steht unter Denkmalschutz und wurde 1986 mit Mitteln der Gemeinde Hamminkeln, des Kreises Wesel, des Landschaftsverbandes und des Eigentümers renoviert.

Nachbarschaften

Lange und heute noch lebendige Tradition haben in Loikum die Nachbarschaften. Nachbarn in diesem Sinne sind nicht die Leute von nebenan, sondern Nachbarn haben besondere Rechte und Pflichten. So haben sie z.B. das Recht, in Notfällen und bei freudigen oder auch traurigen Anlässen die Hilfe der anderen in Anspruch zu nehmen und andererseits auch die Pflicht, diese Hilfe zu gewähren. Außerdem sind die Nachbarschaften in die Pflege des Brauchtums eingebunden, so z.B. beim Schmücken der Altäre für die Fronleichnamsprozession und bei der Gestaltung der Erntedankumzüge und beim „Kränzen“ aus Anlass von Hochzeiten.

Neue Siedlung

In den 70er Jahren entstand am südwestlichen Rand von Loikum ein größeres neues Siedlungsgebiet. Hier bauten überwiegen Leute aus verschieden Städten des Ruhrgebietes. Im Laufe der folgenden Jahre wuchs die neue Siedlung weiter, indem meist junge Loikumer Familien hier ihre Häuser bauten.

Nutzung / Umnutzung alter Bausubstanz

Mit der ehemaligen Molkerei, der alten Küsterei, der ehemaligen Bäckerei, dem alten Lehrerhaus und den beiden Bauernhöfen rechts und links neben der Kirche besitzt der Dorfkern Loikums Gebäude, die 100 Jahre oder älter sind. Der Weitsicht der Besitzer ist es zu verdanken, dass sie bis heute erhalten worden sind, obwohl sie zum Teil ihre ursprüngliche Nutzung verloren haben.

Als im Jahr 1999 der Verkauf der ehemaligen Molkerei anstand, bot sich wegen der Gebäudeschäden aus wirtschaftlichen Überlegungen der Abriss an. Fasziniert von der Fassade, hat ein Loikumer Bauunternehmer das Haus gekauft, nach Plänen eines ortsansässigen Architekten saniert und umgebaut und einer Nutzung mit Büro und Mietwohnungen zugeführt.

Die alte Küsterei stammt aus den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts und ist seitdem von der kath. Kirchengemeinde instand gehalten worden. Sie dient auch heute noch als Wohnhaus.

Die ehemalige Bäckerei hinter dem Ehrenmal ist Anfang der 80er Jahre vom damaligen Besitzer saniert, zu Eigenheimen umgebaut und verkauft worden.

Das alte Lehrerhaus ist 1874 als einstöckiger Bau neben der Schule (heutiger Dorfplatz) errichtet worden. Da der Lehrer, der 1879 die Stelle in Loikum antrat, 12 Kinder hatte, wurde das Lehrerhaus aufgestockt und erhielt im Wesentlichen sein heutiges Aussehen. Im Jahr 1984 kaufte ein Arzt, der im Nachbarort seine Praxis hat, das Gebäude und erweiterte es vor einigen Jahren um einen Wohnanbau und einen Garagenteil.

In beiden Bauernhöfen im Ortskern wurden landwirtschaftlich genutzte Gebäudeteile umgewidmet und zu Wohnungen für die junge Generation ausgebaut.

Obstwiesen

Bei einigen Bauernhöfen gibt es noch alte Streuobstwiesen, und beim Bauernhof Stenkamp wurde eine neue Obstwiese angepflanzt. Ein großer Teil der Früchte – vorwiegend Äpfel – werden in der Hamminkelner Obstkelterei van Nahmen zu Apfelsaft verarbeitet.

Partnerschaft mit Chmielno

Entwicklung der Partnerschaft

In der Folge des Landeswettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden" des Jahres 1993 hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten angefragt, ob eine Partnerschaft zwischen Loikum und der polnischen Gemeinde Chmielno / Kaschubei möglich sei.

Seit dem ersten privaten Besuch des Loikumer Ehepaares Bernhard und Dorothee Grota im Oktober 1993 gab es viele Begegnungen von Loikumer Bürgerinnen und Bürgern mit Bewoh-nern von Chmielno.

Diese Kontakte führten schließlich zur offiziellen Partnerschaft zwischen der Stadt Hamminkeln und der Gemeinde Chmielno. Die feierliche Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde fand am 13. November 1998 in Chmielno und am 15. Mai 1999 in Loikum statt. In der Urkunde wird ausdrücklich die Federführung der Dorfgemeinschaft Loikum bei der weiteren Entwicklung der Partnerschaft hervorgehoben.

Begegnungen verschiedener Gruppen und Vereine

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Partnerschaft der Hauptschule Hamminkeln und der Szkoła Podstawowa in    Chmielno

Bei einem privaten Besuch des Bürgermeisters von Chmielno Zbigniew Roszkowski mit seiner Familie im März 1997 bei Familie Grota wurden erste Kontakte zu Vertretern der Stadt, zur Schulleiterin und zu Lehrerinnen und Lehrern der Hauptschule Hamminkeln geknüpft. Dabei wurden Möglichkeiten eines Schüleraustauschs erörtert, die unter der Federführung von Hauptschullehrerin Ute Kommelter aus Loikum schon im gleichen Jahr realisiert wurden.

Seitdem wird in der Austausch zwischen den beiden Schulen – mit einer dreijährigen Unter-brechung wegen der Gründung der Gesamtschule – erfolgreich fortgesetzt.

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Pfarrhaus / Pfarrheim

Das Pastorat ist im Jahr 1763 erbaut worden und erscheint heute im Vergleich zur 800 – Seelen – Gemeinde als Wohnhaus für einen einzigen Geistlichen überdimensioniert. Dazu muss man allerdings wissen, dass es in den vergangenen Jahrhunderten nicht leicht war, einen Pfarrer für die Stelle in einem so kleinen Dorf zu gewinnen. Um einen Anreiz für Geistliche zu schaffen, dauerhaft in Loikum zu bleiben, wurde daher ein großes Pastorat gebaut, zu dem auch eine kleine Landwirtschaft und entsprechende Wirtschaftsgebäude gehörten. Aus dem ehemaligen Kuh- und Schweinestall im rechten Teil des Pastorats wurde 1986 im Zuge einer notwendigen Renovierung des Gesamtgebäudes mit großer Eigenleistung der Pfarrangehörigen das heutige Pfarrheim erstellt. Es dient seitdem den kirchlichen Gruppen und Vereinen und der Dorfgemeinschaft Loikum als Versammlungsraum.

Pfarrkirche St. Antonius

Die Loikumer Kirche steht unter Denkmalschutz. Ihre Ursprünge lassen sich nachweislich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen, ältere Vorläuferbauten sind wahrscheinlich. In einer Urkunde von 1541 wird erstmalig die Existenz einer Kapelle in Loikum erwähnt. Die Kirchengemeinde gehörte bis dahin zur Mutterpfarrkirche St. Cyriakus in Hamminkeln, wurde aber in der Reformation selbstständige Pfarrei, als die Hamminkelner Gemeinde der neuen Lehre Luthers folgte.

Baugeschichtlich lassen sich mehrere Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen erkennen. Die letzten großen Renovierungsarbeiten an der Kirche fanden 1985/86 statt. Aus dieser Zeit stammt auch die Neugestaltung des Kirchplatzes, die mit Mitteln des Bistums Münster und des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert wurde.

Das Kircheninnere ist mit verschiedenen Kunstwerken geschmückt und wird von den Loikumerinnen und Loikumern und auch von vielen Gästen als harmonisch und schön empfunden.

Pflanz- und Pflegeaktionen

Seit 1994 führt die Dorfgemeinschaft alljährlich im Herbst Pflanzaktionen im Dorf und im Dorfumfeld durch. So wurde z.B. der Baumbestand der durch Loikum führenden Lindenallee mit 115 neuen Bäumen ergänzt. Im Außenbereich hat die Dorfgemeinschaft 650 Hochstämme (Eichen, Eschen und Erlen), 150 Heister und 1.860 Sträucher (Schlehen, Weißdorn, Hainbuchen und Wildrosen) gepflanzt, die der Kreis Wesel und die Stadt Hamminkeln zur Verfügung gestellt haben. Durch diese Aktionen sind rund 7 Kilometer Wirtschaftswege im Dorfumfeld begrünt worden. Im Dorfkern wurden 780 Stauden gepflanzt

Seit 1993 werden die öffentlichen Grünanlagen im Dorf von der Dorfgemeinschaft regelmäßig gepflegt. Mit ihren Pflanz- und Pflegeaktionen hat die Dorfgemeinschaft wichtige Ziele der „lokalen Agenda 21“ erfüllt und den ökologischen Wert im Dorfkern und im Außenbereich entscheidend erhöht.

Radweg Loikum – Wertherbruch

Die Dorfgemeinschaft Loikum hat zusammen mit dem Heimatverein „Alte Herrlichkeit Wertherbruch e.V.“ des Nachbardorfes im November 2002 bei der Stadt Hamminkeln im Rahmen einer Bürgeranregung gemäß § 24 GO den Bau eines Radweges zwischen beiden Dörfern vorgeschlagen. Neben dem Aspekt der Verkehrssicherheit für Kinder, Jugendliche und ältere Radfahrerinnen und Radfahrer ist dabei auf die vielfältigen soziokulturellen Verbindungen zwischen Loikum und Wertherbruch hingewiesen worden. Im Rahmen der Beratungen für den Haushaltsplan 2003 ist der Rat der Stadt Hamminkeln der Bürgeranregung gefolgt und hat zugesagt, in den Haushaltsplänen 2003 bis 2006 Mittel für den Bau des Radweges bereitzustellen.

Schnelles Internet

Eine wichtige Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit eines Dorfes ist die Versorgung mit dem schnellen Internet. So sind in den Jahren 2013 und 2014 z. B. 90 % der Haushalte im Ortskern und ebenfalls 90 % der Haushalte in den Außenbereichen an das Glasfasernetz (100 000 kbit/s) angeschlossen. Den Anschluss an die schnelle Datenautobahn in den Außenbereichen (100 km Datenleitungen) haben Loikumer Bürgerinnen und Bürgern in Eigenleistung geschaffen.

Schützenbruderschaft

Die St. Antonius - Schützenbruderschaft  besteht seit 1763 und ist damit der älteste Verein Loikums. Als katholische Bruderschaft ist sie in besonderer Weise ihrem Motto „Glaube, Sitte, Heimat“ verpflichtet. Die Loikumer Schützen gehören dem Verband der „historischen deutschen Bruderschaften“ an und nehmen regelmäßig an deren regionalen und überregionalen Veranstaltungen teil.

Heute ist die Schützenbruderschaft zwar immer noch katholisch ausgerichtet, aber nicht mehr, wie früher, konfessionell gebunden. Sie ist auch nicht mehr ein reiner „Männerbund“, so dass heute alle Loikumer Bürgerinnen und Bürger Mitglied werden können. Im Jahr 2001 hat sogar eine Frau die Königswürde errungen.

Das Schießen spielt zwar immer noch eine wichtige Rolle, z.B. bei den Vereinsmeisterschaften, beim ‚Fastenpreisschießen’ und vor allem beim Schützenfest, aber seit langem bilden soziale und kulturelle Aktivitäten weitere Schwerpunkte der Arbeit der Bruderschaft.

Auf Initiative der St. Antonius - Schützenbruderschaft Loikum wurde 1990 das „Stadtschützenfest“ ins Leben gerufen, das neben den Schützenfesten in den einzelnen Ortsteilen zu einem Höhepunkt für alle Hamminkelner Schützen geworden ist.

SC Loikum 77 e.V.

Der SC Loikum 77 e.V. ist ein Hobby-Fußballclub, der seinen Ursprung einem Fußballspiel zu verdanken hat, das 1977 zwischen einer Mannschaft aus der „alten Siedlung“ und einer Mannschaft aus der „neuen Siedlung“ ausgetragen worden ist. Aus den beiden gegnerischen Mannschaften von damals ist inzwischen ein Verein mit großer integrativer Kraft geworden: Immer mehr Alt- und Neubürger haben aus Freude am Sport zueinander gefunden, und so hat der „SC“ zurzeit 56 Mitglieder. Die Schwerpunktsportart ist nach wie vor Fußball, aber es wird auf dem in Eigenleistung erstellten Feld auch Beachvolleyball gespielt. Aus Anlass seines 25jährigen Bestehens führte der SC Loikum 77 in der Zeit vom 05. bis 13. Juli 2002 eine Sportwerbewoche für Sportbegeisterte aus Loikum und aus anderen Ortsteilen durch.

Das Traditionsspiel „alte Siedlung“ gegen „neue Siedlung“ findet jedes Jahr statt. Außerdem wer-den regelmäßig Dorfturniere veranstaltet, bei denen Mannschaften aus den Loikumer Gruppen und Vereinen um den Dorfpokal kämpfen. Es gibt aber auch Turniere mit auswärtigen Mannschaften.

Neben der sportlichen Betätigung und der Freizeitgestaltung kümmern sich die Mitglieder des SC Loikum 77 e.V. in vorbildlicher Weise um die Pflege und Instandhaltung des Sportgeländes und des in Eigenleistung errichteten Mehrzweckpavillons. Eine pfiffige Idee ist die Weihnachtsbaum – Aktion: Anfang Januar sammeln die Hobby-Sportler in Loikum die Weihnachtsbäume ein, nehmen dafür eine freiwillige Spende entgegen und machen aus den ausgedienten Bäumen zu Ostern ein Osterfeuer, zu dem alle Loikumerinnen und Loikumer eingeladen sind. Für die Kinder bis zum Grundschulalter wird dabei eine Ostereiersuche veranstaltet.

Von großem Vorteil für alle ist die Tatsache, dass der „SC“ das Sportgelände und den Pavillon allen Interessierten aus dem Dorf, aber auch auswärtigen Gästen zur Verfügung stellt.

Seniorengemeinschaft

Im Jahr 1980 haben sich Seniorinnen und Senioren der Pfarrgemeinde unter dem Motto: „Es ist nicht so wichtig, wie alt man wird, sondern wie man alt wird“ zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen. Hauptziel dieser Gruppe ist es, durch gemeinsame Unternehmungen und durch Geselligkeit die Isolation der älteren Menschen zu verhindern.

Die Seniorinnen und Senioren treffen sich im Pfarrheim zu Spielnachmittagen, zu thematischen Vorträgen über z.B. Ernährung und Gesundheit im Alter u. a. In der Advents- und Fastenzeit finden Besinnungsnachmittage statt.

Andere Aktivitäten fördern das Zusammenleben der Generationen: So bieten an zwei Nachmittagen im Jahr die Kinder des Kindergartens ein kleines Programm und vor der Sitzung am Karnevalsfreitag bewirtet das Karnevalskomitee die Gäste vor der Sitzung mit Kaffee und Kuchen. Das gemeinsame Kaffeetrinken am Schützenfestfreitag wird von der St. Antonius Schützenbruderschaft organisiert, und zu einem gemütlichen Beisammensein im Sommer lädt die Frauengemeinschaft ein.

Ergänzt wird das Programm der Seniorengemeinschaft durch Tagesausflüge und Besichtigungen.

Sport- und Spielplätze

In Loikum gibt es für Sportbegeisterte aller Altersklassen einen Sportplatz und ein Beachvolleyball-Feld. Für die Kinder stehen mit den Spielplätzen am Sportplatz und hinter dem Kindergarten zwei gut eingerichtete Spielmöglichkeiten zur Verfügung.

Die Sport- und Spielplätze sind in Eigenleistung von freiwilligen Helferinnen und Helfern angelegt worden, das Material und die Geräte hat die Stadt Hamminkeln gestellt. Gepflegt werden die Sportanlagen von Mitgliedern des SC Loikum 77. Bei der Pflege der Spielplätze wird der städtische Bauhof durch Kindergarten-Eltern und Mitglieder der Dorfgemeinschaft Loikum unterstützt.

Verdienter Bürger / Verdiente Vereinigung

Seit der Stadtwerdung Hamminkelns 1995 wählt eine Jury unter der Leitung des Bürgermeisters alljährlich aus dem Stadtgebiet eine verdiente Bürgerin / einen verdienten Bürger oder eine verdiente Vereinigung. Die Ehrung wird im Rahmen der letzten Ratssitzung vorgenommen.

Bisher sind folgende Personen bzw. Vereinigungen aus Loikum für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt worden:

2000:
die Dorfgemeinschaft Loikum für ihre Leistungen im Gemeinschaftsleben,für die Steigerung der Lebensqualität im Dorf und die Verbesserungen im Erscheinungsbild des Ortsteils,

2005:
Frau Dorothee Grota  für ihren persönlichen Einsatz und ihr Engagement beim Aufbau und bei der Entwicklung der Partnerschaft zwischen Hamminkeln und Chmielno in der Kaschubischen Schweiz,

Frau Ute Kommelter für ihren Einsatz beim Zustandekommen und bei der Weiter-entwicklung der Schulpartnerschaft zwischen der Heinrich-Meyers-Hauptschule in Hamminkeln und der Szkoła Podstawowa in Chmielno,

2010:
der Bürgerbusverein Loikum-Wertherbruch e. V. für die Verbesserung des ÖPNV im ländlichen Raum, insbesondere für die Ortsteile Loikum und Wertherbruch.

2014:
Herr Alois Beckmann, Herr August Exo und Herr Hubert Tenbusch für ihren besonderen Einsatz bei der Planung und Verlegung des Glasfasernetzes im Außenbereich von Loikum.

Verkehrsanbindung

(siehe Infrastruktur)

Zukunftswerkstatt

Am Samstag, 22.03.2003, hat die Dorfgemeinschaft Loikum im Pfarrheim eine ganztägige Zukunftswerkstatt „Loikum 2020“ durchgeführt, an der 27 Personen aus den verschiedenen Gruppen und Vereinen im Alter zwischen 17 und 84 Jahren teilgenommen haben. Die Struktur der Tagung bestand aus einer Bestandsaufnahme („Wo liegen die Stärken und Schwächen unseres Dorfes?“) und einer Phase der Zukunftsvisionen („Wie lassen sich die Potenziale des Dorfes entwickeln und die Defizite minimieren?“). In vier Arbeitsgruppen (AG 1: „Wohnen und sich versorgen“, AG 2: „Arbeitsplätze und Verkehrsanbindungen“, AG 3: „Bildung und Kirche“, AG 4: „Freizeit, Erholung, Brauchtum“) wurde in einem ersten Schritt die aktuelle Situation analysiert, und anschließend wurden Zukunftswünsche entwickelt und auf ihre mögliche Verwirklichung hin überprüft.

Die Idee der Zukunftswerkstatt begleitend, hat die Dorfgemeinschaft Loikum in der 3. und 4. Klasse der Gemeinschaftsgrundschule Wertherbruch eine Fragebogenaktion unter dem Motto „Mein Dorf heute und in der Zukunft“ durchgeführt.

Der Kindergarten hat in einer Projektarbeit ein Modell von Loikum im Jahr 2020 gebastelt, das bei der Dorfbegehung zum Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" am 01.07.2003 ausgestellt wurde. Aus den Mitgliedern dieser Zukunftswerkstatt hat sich ein Arbeitskreis gebildet, der auch weiterhin überlegt, wie Loikum für die Zukunft gerüstet sein kann. Im Laufe der Jahre ist dieses Planungsteam durch junge Loikumer ergänzt worden

 

 
       

www.loikum.de